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Politisches Lernen 1-2/2011

Neues vom Westen – Internationale Politik

Kurt P. Tudyka: Was und wo ist heute “Westen”?

Was “Westen” oder was “westlich” umfasst und was es ausschließt, erscheint vielschichtig und widersprüchlich. Als Ober- oder Sammelbegriff kann er die heterogenen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Erscheinungen nicht überzeugend unter einem Wertehimmel vereinen.

Jakob Schissler: Arabische Demokratie, der Islam, 10 der Westen — und all das!

Außer im Fall Tunesien stehen die Chancen für die Etablierung von halbwegs passablen demokratischen Regimen nicht gut.

Marco Overhaus: Lücken im Instrumentenkasten

Die politischen Umbrüche in Nordafrika offenbaren Defizite im EU-Krisenmanagement

Es mangelt der EU an Strukturen und Instrumenten, um während der besonders kritischen Phase eines politischen Umbruchs zur Konfliktlösung und Eindämmung des Gewaltrisikos beizutragen.

Johannes Heisig: Die Offene Methode der Koordinierung: Ein unscheinbares, aber wichtiges Element der Europapolitik

Diese Methode folgt dem Anspruch, die Qualität des demokratischen Prozesses in der Europäischen Union zu verbessern, die Zivilgesellschaft stärker in diesen Prozess einzubinden und mehr informelle Integration zu erzielen.

Jochen Fuchs:Der Völkermord in Ruanda

Ansätze zur ‘Aufarbeitung’ der Ereignisse von 1994

Der Genozid von 1994 ist eine außen- und innenpolitische Legitimierungskeule der Kagamé-Regierung. Was die ‘Aufarbeitung’ anbelangt, so hat ein weitgehender Elitenaustausch stattgefunden, durch den die Führungsgruppe der Exilantenarmee Kagamés abgelöst worden ist.

José Antonio Paredes Gandía: Spanien wacht auf: Die Bewegung des 15. Mai

Die jungen Leute scheinen aufgewacht zu sein aus der Lethargie gleichgültiger Konsumenten. Es bleibt abzuwarten, ob sie die Kraft haben werden, die spanische Gesellschaft zu verändern.

Diskussion

Doreen Cerny: Der Einsatz von Narrativen

als didaktische Herausforderung im Lehr-Lern-Ge-schehen

Die Einsicht, dass Erzählungen in sozialwissenschaftlichen Forschungskontexten einen grundlegenden Beitrag für wissenschaftliche Erkenntnisse liefern können und dass sie bedeutsam sind für Lehr-Lern-Situationen, hat lange auf sich warten lassen.

Dirk Lange und Jürgen Menthe: Sozioökonomische Bildung

Zehn Thesen aus der Perspektive der Politischen Bildung

Es geht in der Auseinandersetzung mit einigen Vorschlägen zur ökonomischen Bildung vor allem um die Abwehr einer Bildungskonzeption, die eine umstrittene Deutung der ökonomischen Wirklichkeit als allgemeingültig annimmt, anstatt im Unterricht die multiperspektivische Urteilsbildung anzuregen.

Stefan Danner: Das Thema “Partizipation” in den Kindergarten-Bildungsplänen der Bundesländer

Eine Durchsicht

Die Bandbreite des Umgangs mit dem Thema “Partizipa- tion” ist beträchtlich. Welche Konsequenzen sich aus dieser Erkenntnis ergeben, ist indes unklar.

Annette Kammertöns: Das Praxissemester —

eine Möglichkeit zur besseren Professionalisierung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer?

Insgesamt bietet ein Praxissemester gute Chancen für eine Professionalisierung von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern, wenn regelmäßige Evaluationen aller beteiligten Akteure durchgeführt werden.

Werkstatt

Dieter Schmidt-Sinns: Globalisierung, historisch gesehen und didaktisch erläutert

Der Unterricht über das Zeitalter nicht “der Entdeckungen”, sondern “des Kolonialismus” sollte in unseren Schulen einen Beitrag zu einer selbstkritischen europäischen Identität leisten.

Verbandspolitisches

Bericht vom Landesforum

Rezensionen zum Thema

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Politisches Lernen 1-2/11
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