Home2018-09-07T09:08:41+00:00

„Der mündige Bürger fällt nicht vom Himmel."


- Theodor Eschenburg

Die „Deutsche Vereinigung für Politische Bildung“ (DVPB) ist der Fachverband für Politische Bildung in Deutschland, ein überparteilicher und unabhängiger Zusammenschluss von Lehrerinnen und Lehrern, von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und allen, die in der schulischen und außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung politisches Lernen im weitesten Sinn vermitteln.

Politische Bildung ist für uns als Grundlage einer Demokratie unerlässlich, deswegen setzen wir uns als Interessenvertretung bei der Landesregierung, der Landeszentrale für politische Bildung und den Institutionen der Lehrerfortbildung für eine angemessene Vermittlung sozialwissenschaftlicher Disziplinen (Politik, Wirtschaft, Soziologie) ein. Durch ständigen Erfahrungs- und Informationsaustausch, eigene Zeitschriften, Fortbildungen und Tagungen bemühen wir uns die Politikvermittlung zu verbessern.

Unsere Zeitschrift

Politisches Lernen
Ausgabe 1-2/18

Weitere Ausgaben

Zum Selbstverständnis des Landesverbandes

“Die DVPB NW wendet sich gegen jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.
Wir stellen uns mit unserer Arbeit in den Dienst einer pluralistischen und weltoffenen Gesellschaft, in der gesellschaftliche Konflikte politisch und mit friedlichen Mitteln ausgetragen werden.”

Aktuelles

Gemeinsame Stellungnahme von GPJE, DVPB und DVPW-Sektion zur AfD-Meldeplattform “Neutrale Schule”

29.10.2018|

 Zahlreiche Landesverbände der Alternative für Deutschland (AfD) wollen sich der Hamburger Fraktion mit ihrer Aktion „Neutrale Schulen“ anschließen. Nahezu bundesweit sollen Schüler*innen und Eltern künftig Lehrkräfte auf einer Website melden können, die das Neutralitätsgebot vermeintlich [...]

Stellungnahme des Landesverbandes zur AfD-Meldeplattform

13.10.2018|

AfD-Meldeplattform Die DVPB NW verurteilt auf das schärfste die AfD-Meldeplattform gegen Lehrkräfte, die sich nicht an ein sog. „Neutralitätsgebot“ halten würden.  Anzumerken ist, dass es kein „Neutralitätsgebot“ an Schulen gibt. Lehrkräfte geloben, die Grundrechte und [...]

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Landesforum 2018

Wirtschaft gesellschaftspolitisch gestalten?! – sozioökonomische Bildung in der Politischen Bildung“ so lautet noch der Titel für unser Landesforum 2018. Im Zentrum des diesjährigen Landesforums wird die in der öffentlichen Diskussion viel betonte Teildisziplin Ökonomie stehen.

Nicht erst seit dem Bekanntwerden der Pläne der Landesregierung, ein eigenständiges Fach Wirtschaft an allen Schulformen in NRW zu installieren, hat sich der Fokus in NRW stark auf diese Teildisziplin gerichtet – Zeit sich dem Thema intensiv zu widmen.

Konzept der Veranstaltung

Wirtschaft und Gesellschaft werden nicht erst seit dem bahnbrechenden soziologischen Werk Max Webers zusammengedacht: Eine ökonomische Bildung ist außerhalb der gesellschaftlichen – und somit auch politischen – Bildung nicht möglich, denn Wirtschaftsbürger*innen handeln immer in Gesellschaften und politischen Kontexten ihrer Zeit. Zugleich ist eine politische Mündigkeit ohne wirtschaftliches Wissen und Kompetenzen undenkbar. 

Die sozialwissenschaftliche Bildung in Nordrhein-Westfalen hat dieser Sichtweise von politischer Bildung als wirtschaftlicher Bildung mit dem Ziel einer komplexen, in die moderne Gesellschaft eingebettete Mündigkeit immer schon Rechnung getragen.

Das Landesforum des Jahres 2018 zieht kritisch Bilanz, zeigt die bewährten Ansätze der integrativen Fachdidaktik in der Domäne und eröffnet Zukunftsperspektiven einer sozio-ökonomischen Bildung für das 21. Jahrhundert in- und außerhalb der Schule. Dies gilt vor allem auch mit Blick auf die Querschnittsaufgabe einer Verbraucherbildung in Nordrhein-Westfalen, die im Jahr 2017 mit einer neuen Rahmenvorgabe in Primarstufe und Sekundarstufe 1 für Unterricht und den Schulalltag insgesamt verbindlich gemacht wurde.

In einer Gesellschaft, die durch Digitalität, Klimawandel, globale Migrationsprozesse, europäische und globale Vernetzung von Politik und Wirtschaft, ökonomische Ungleichheit, die sowie omnipräsenten Konsum und einen rasanten Wandel der Arbeits- und Unternehmenswelt geprägt ist, müssen heutige Kinder und Jugendliche darauf vorbereitet werden, eigenverantwortlich zukunftsorientierte wirtschaftliche und finanzielle Entscheidungen in einer sich stets z.B. durch die Umweltentwicklungen, Digitalisierung, Globalisierung usw. verändernden Arbeits- und Wirtschaftsrealität treffen zu können. Sie müssen somit u. A. zu stetigen Veränderungen auch ihrer Rolle als Wirtschaftsbürger*innen vorbereitet werden.

Wie kann ein an einem kritischen Denken und an wirksamer Handlungs- und Gestaltungskompetenz orientierte wirtschaftliche und gesellschaftliche Bildung gestaltet sein, und wie müssen die bestehenden Ansätze angesichts dieser komplexen Herausforderungen gestaltet werden? 

Das Landesforum adressiert diese Fragen an die sozialwissenschaftliche Bildung auf allen Ebenen, fragt, welche Ziele, Lernumgebungen, integrativen Didaktiken, aber auch welche bildungspolitischen Implikationen mit einer zukunftsorientierten sozialwissenschaftlichen Bildung einhergehen. Diese Fragen werden nicht nur in Expertenvorträgen und Foren, sondern auch in Workshops/im Barcamp-Format diskutiert, in denen die Teilnehmer*innen Möglichkeiten des Praxis-Austausches und der Vernetzung haben und sich mit eignen Anliegen, Fragen und Ansätzen in das Landesforum einbringen können. Das diesjährige Landesforum stellt eine Kombination der interaktiven Formate, der Weiterbildungsmöglichkeiten und der Streitgespräche über die Bedeutung und Entwicklungen der sozio-ökonomischen Bildung dar, und wird zu einem lebendigen Austausch zwischen den Teilnehmenden mit ihren jeweiligen Expertisen aus der Praxis, schulischer und außerschulischer Bildung und wissenschaftlichen Ansätze zu den Fachdidaktiken.

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung NRW

Weitere Informationen

Wann?

30.10.2018

10:00 – 16:00 Uhr

(im Anschluss findet die Mitgliederversammlung der DVPB NW statt)

Wo?

Ruhruniversität Bochum, Veranstaltungszentrum