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	<title>Wirtschaftswachstum &#8211; DVPB</title>
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	<description>Deutsche Vereinigung für Politische Bildung</description>
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		<title>Klausur: Freihandel = Wohlstand für alle?</title>
		<link>https://dvpb-nw.de/klausur-freihandel-wohlstand-fuer-alle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[dvpb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Oct 2017 17:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inhaltsfeld VII]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>
		<category><![CDATA[Freihandel]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftswachstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Thema: Freihandel = Wohlstand für alle? – SW GK Q2 Inhaltsfeld 7: Globale Strukturen und Prozesse:  Merkmale, Dimensionen und Auswirkungen der Globalisierung  Internationale Wirtschaftsbeziehungen  Wirtschaftsstandort Deutschland  Aufgabenart: Darstellen – Analysieren – Diskutieren Aufgaben: Stelle die Welthandelsorganisation (WTO/WHO) hinsichtlich der Aufgaben, Ziele und Kritik dar. Analysiere den Text, indem Du die Position, die Argumentation und die  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thema</strong>: Freihandel = Wohlstand für alle? – <span style="text-decoration:underline;">SW GK Q2</span></p>
<p><i><strong>Inhaltsfeld</strong> <strong>7</strong>: Globale Strukturen und Prozesse:  </i></p>
<ul>
<li style="list-style-type:none;">
<ul>
<li style="list-style-type:none;">
<ul>
<li style="list-style-type:none;">
<ul>
<li><i>Merkmale, Dimensionen und Auswirkungen der Globalisierung </i></li>
<li><i>Internationale Wirtschaftsbeziehungen </i></li>
<li><i>Wirtschaftsstandort Deutschland </i></li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><b>Aufgabenar</b>t: Darstellen – Analysieren – Diskutieren</p>
<p><strong>Aufgaben</strong>:</p>
<ol>
<li>Stelle die Welthandelsorganisation (WTO/WHO) hinsichtlich der Aufgaben, Ziele und Kritik dar.</li>
<li>Analysiere den Text, indem Du die Position, die Argumentation und die Intention herausarbeitest.</li>
<li>„Der Protektionismus ist schädlich und die Proteste gegen Freihandel weitestgehend unbegründet“ (Z.18). Erörtere ausgehend von dem Zitat kritisch die Chancen und Risiken des globalen, liberalisierten  Welthandels unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte.</li>
</ol>
<p><b>Materialgrundlage:</b></p>
<p>Weingartner, Maximilian: Verteidigt den Handel! &#8211; Kommentar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) am 11.11.2016, abgerufen am 21.11.2016 unter faz.net (<a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/warum-die-proteste-gegen-freihandel-der-welt-schaden-14507199.html"><b>http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/warum-die-proteste-gegen-freihandel-der-welt-schaden-14507199.html</b></a>).</p>
<p>Maximilian Weingartner ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung</p>
<p><strong>Text</strong>:</p>
<p><b>Verteidigt den Handel! </b></p>
<p>Wenn man nach der reinen Zahl der Handelsabkommen gehen würde, müsste man den Zustand des Freihandels in der Welt als prosperierend beschreiben. […]</p>
<p>Doch der Freihandel hat weiter einen schweren Stand. Zwar hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Liberalisierung einiges getan, der Wohlstand vieler wurde vermehrt und die Armut stark verringert. Zum Jubeln gibt es in diesen Tagen kaum einen Grund. Der Welthandel wächst, aber in relativ geringem Maße. Die WTO kommt nicht richtig voran, gleichzeitig nimmt der Protektionismus der einzelnen Staaten und Staatenverbünde zu.</p>
<p>So simpel es ist: Alle Regierungen möchten wiedergewählt werden. Weil die Globalisierung die Industrieländer zunehmend unter Druck setzt, wächst deren Neigung, sich durch Zölle, Kontingente und Subventionen gegen unerwünschte Konkurrenz von außen abzuschotten. Auch Entwicklungs- und Schwellenländer versuchen, ihr Land vor allzu starkem Wettbewerb zu schützen. Seit Jahren nimmt der offene und versteckte Protektionismus zu, belegen Zahlen. Und die Bürger sind diesem leider nicht abgeneigt, wie die anschwellenden Proteste gegen das Freihandelsabkommen der EU mit Amerika und die jüngsten gegen den Handel mit Kanada zeigen.</p>
<p>[…]  Der Protektionismus ist schädlich und die Proteste gegen Freihandel weitestgehend unbegründet. Ifo-Ökonom Gabriel Felbermayr und seine Kollegen lieferten schon im Jahr 2011 empirische Belege dafür, dass David Ricardos Thesen stimmen. Steigender Außenhandel, so der Befund der Studie, die im „European Economic Review“ erschienen ist, senkt die Arbeitslosigkeit, statt sie zu steigern. Die Wissenschaftler haben detaillierte Daten aus 20 Jahren und rund 100 Industrie-, Schwellen und Entwicklungsländern analysiert und festgestellt: Die Arbeitslosenquote geht im Durchschnitt um einen Dreiviertelprozentpunkt zurück, wenn der Anteil der Im- und Exporte an der Wirtschaftsleistung um zehn Prozentpunkte wächst. […]</p>
<p>Dass es bei Freihandel nicht nur Gewinner gibt, haben zwar schon Ökonomen vor langer Zeit gesagt. Aber erst mit den Protesten gegen TTIP und Ceta sind die Argumente einer breiten Masse von Bürger und Entscheidungsträgern zugänglich geworden. Und das ist einer der wenigen guten Aspekte des größtenteils hysterischen Protestes.</p>
<p>So forderte der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson, bereits vor mehr als zehn Jahren, „das Tempo der Globalisierung zu drosseln“ und ihre Belastungen besser zu verteilen. „Die Befürworter des Freihandels behaupten, dass die Gewinne gewissermaßen axiomatisch auch den Verlierern zugänglich gemacht werden. Unterm Strich profitiert langfristig also jeder. Das ist jedoch einfach falsch“. Sein Schüler <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/thema/paul-krugman">Paul Krugman</a> kommt zu einem ganz ähnlichen Ergebnis: „Freihandel war in den vergangenen Jahrzehnten unter dem Strich für viele Arbeiter in Amerika eine deprimierende Erfahrung“, sagt der Wirtschaftsprofessor der Universität Princeton, der ebenfalls den Wirtschaftsnobelpreis erhielt.</p>
<p>Sowohl Samuelson als auch Krugman warnen jedoch davor, die Zugbrücken hochzuziehen und den Freihandel mit neuen protektionistischen Handelsbarrieren abzuwürgen. „Durch Protektionismus versiegt die Lebensader der Wirtschaft“, betonte Samuelson.</p>
<p>Freihandel zu drosseln, würde nur bedeuten, viele Menschen von den Vorteilen auszuschließen. Aber Verlierer auch klar zu benennen und sie zu unterstützen, finanziell und mit Qualifizierung, könnte helfen, eine neue Akzeptanz zu schaffen. Das wird allerdings schwierig. Denn die Vorteile der Globalisierung sind für den einzelnen Menschen schwieriger wahrnehmbar als die Nachteile. Wer seinen Job verliert, weil sein Arbeitgeber ins Ausland abwandert, steckt oft in einer existenzbedrohenden Situation &#8211; und hat einen starken Anreiz, Proteste zu organisieren oder sie gutzuheißen.</p>
<p>Die Vorteile dagegen sind nur sehr diffus wahrzunehmen. Wer macht sich schon groß Gedanken darüber, dass Kleidung oder Elektrogeräte heute viel billiger zu haben sind als früher? […]</p>
<p>Doch die Verlierer-Branchen mit Protektionismus zu schützen verzögert nur den Schmerz, der mit einer Insolvenz oder Entlassungen sowieso irgendwann kommen wird. Begründete Ängste muss man ernst nehmen, aber die komplette Abneigung von Freihandel ist durch die Fakten nicht gerechtfertigt. Dies klarzustellen ist Aufgabe der politischen Entscheidungsträger und der Eliten aus der Wirtschaft.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wohlstandsindikator BIP?</title>
		<link>https://dvpb-nw.de/wohlstandsindikator-bip/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[dvpb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 12:53:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inhaltsfeld IV]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>
		<category><![CDATA[BIP]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftswachstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Thema Das BIP als Indikator für Wachstum und Wohlstand? Aufgaben Stellen Sie das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz (Ziele, Indikatoren, Konflikte) dar. Analysieren Sie den Text hinsichtlich der vom Autor vertretenen Position bezüglich Wachstum und Wohlstand. Beachten Sie dabei, dass Sie die Argumentationsstruktur herausarbeiten und die Intention des Autors herausstellen. Erörtern Sie inwiefern das BIP aus Ihrer  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><strong>Thema</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Das BIP als Indikator für Wachstum und Wohlstand?</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Aufgaben</strong></p>
<ol style="text-align:justify;">
<li>Stellen Sie das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz (Ziele, Indikatoren, Konflikte) dar.</li>
<li>Analysieren Sie den Text hinsichtlich der vom Autor vertretenen Position bezüglich Wachstum und Wohlstand. Beachten Sie dabei, dass Sie die Argumentationsstruktur herausarbeiten und die Intention des Autors herausstellen.</li>
<li>Erörtern Sie inwiefern das BIP aus Ihrer Sicht als Indikator für Wachstum und Wohlstand geeignet ist und diskutieren Sie ggf. geeignete Alternativen!</li>
<li>Nehmen Sie abschließend Stellung zu der in Aufgabe zwei herausgearbeiteten Position!</li>
</ol>
<div style="text-align:justify;"><strong>Textgrundlage</strong></div>
<div>
<p style="text-align:justify;"><em>Quelle: Gerd Maas: Denkt weiter!; in: DIE ZEIT, 17.2.2011 Nr. 08;<br />
http://www.zeit.de/2011/08/Debatte-Wachstum-Wohlstand/komplettansicht; Zugriff am 24.09.2011</em></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Text</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Denkt weiter! </strong></p>
<p style="text-align:justify;"> Das richtige Maß zu finden ist eine zentrale menschliche und gesellschaftliche Überlebensfähigkeit. Hätten die Ureinwohner der Osterinsel nicht maßlos ihre Palmenhaine dem Bau von immer monumentaleren Statuen geopfert, hätten sie sich am Ende vielleicht nicht gegenseitig auffressen müssen. Mit dem Verschwinden der Landvögel, wegen erodierender Böden und mangels seetüchtiger Kanus war ihnen die Nahrung ausgegangen.</p>
<p style="text-align:justify;"> Um das richtige Maß geht es auch in der Wirtschaft. [..]. Einem klugen Unternehmer geht es dabei nicht um den kurzfristigen Profit, und ein Familienunternehmer misst seinen Erfolg an der Beständigkeit seiner Unternehmung über Generationen. Unsere Gesellschaft dagegen misst ihr gedeihliches Fortbestehen weiterhin vor allem am Bruttoinlandsprodukt [..] Die reale, sprich inflationsbereinigte Steigerung des Bruttoinlandsproduktes, danach streben alle Nationen. Das erklärte Ziel ist Wirtschaftswachstum.</p>
<p style="text-align:justify;"> Es ist der zentrale Ansatzpunkt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und um die überbordende Staatsverschuldung endlich in den Griff zu bekommen. »Wachstum zu schaffen, das ist das Ziel unserer Regierung«, meinte Angela Merkel in ihrer Antrittsrede als Bundeskanzlerin im 17. Deutschen Bundestag. [..]</p>
<p style="text-align:justify;"> Im vergangenen Herbst sah es kurzfristig so aus, als nähme die Debatte eine andere Wendung. Als gewönnen andere Kriterien an Bedeutung. Doch nun sind nur wieder die alten Stimmen zu hören, die das Wachstum feiern.</p>
<p style="text-align:justify;"> Unmittelbar leuchtet das ein, mittelbar ist es aber verzwickter. Die Wirtschaftsnobelpreisträger von 2001, Joseph Stiglitz, und von 1998, Amartya Sen, [verdeutlichen] es an einem simplen Beispiel: Ein Verkehrsstau steigert das Bruttoinlandsprodukt, weil deswegen mehr Sprit verbraucht und daher verkauft wird. Aber die im Stau Stehenden werden das kaum als Gewinn empfinden, die Auspuffabgase schädigen zudem unseren Lebensraum, und ein endlicher Rohstoff wird nutzlos verbraucht.</p>
<p style="text-align:justify;"> [..] Mehr ist nicht unbedingt besser. In der Subprime-Krise und den darauf folgenden weltweiten Eruptionen hat sich diese Volksweisheit erst wieder bestätigt. Die Kennzahlen hatten global besten Fortschritt signalisiert (5,2 Prozent Weltwirtschaftswachstum 2007) und die bevorstehende Krise nicht einmal angedeutet.</p>
<p style="text-align:justify;"> Was aber ist besser als mehr? Nun, man braucht es nur wörtlich zu nehmen: Besser ist, wenn mehr Gutes dabei herauskommt. [..] Der entscheidende Paradigmenwechsel steckt [..] in der Betrachtung von Nachhaltigkeit statt Wachstum und von Wohlergehen statt Wirtschaft. Nettovolksbefinden statt Bruttoinlandsprodukt.</p>
<p style="text-align:justify;"> Tatsächlich geht es um die Urfragen des Daseins. Warum leben wir? Was wollen wir erreichen, beziehungsweise was ist unsere Bestimmung? [..] Und trotz der offenbaren Banalität des Begriffes »Glück« liegt wohl genau dort der entscheidende Punkt. Was wollte man denn anderes als glücklich sein und diejenigen, die einem am Herzen liegen, glücklich sehen? [..]</p>
<p style="text-align:justify;"> Allein die Bedeutung von Glück lässt sich nicht einfach in Worte fassen, geschweige denn in Messwerte und Kennzahlen. Die Aufgabe ist nicht trivial. Einen zukunftsträchtigen Ersatz für das Bruttoinlandsprodukt als Leitindikator werden wir aber nur finden, wenn wir anfangen, uns gesellschaftlich und politisch damit auseinanderzusetzen.</p>
<p style="text-align:justify;"> Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung vom Juli 2010 meinen 88 Prozent der Deutschen, dass wir eine neue Wirtschaftsordnung brauchen, bei der der Schutz der Umwelt, der sorgsame Umgang mit Ressourcen und der soziale Ausgleich in der Gesellschaft stärker berücksichtigt werden. 61 Prozent glauben nicht, dass sie durch Wirtschaftswachstum künftig noch mehr Lebensqualität erlangen werden. Die Menschen sind also bereit, den Weg einer Reform des Wachstums­verständnisses mitzugehen.</p>
<p style="text-align:justify;"> <em>Zum Autor: Gerd Maas ist Inhaber einer Organisationsberatung und Regionalvorstand von „Die Familienunternehmer – ASU e.V.“, einem Interessenverband der deutschen Familienunternehmer. </em></p>
</div>
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