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	<title>Wachstum &#8211; DVPB</title>
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	<description>Deutsche Vereinigung für Politische Bildung</description>
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		<title>Klausur: Säkulare Stagnation – ein langsames Ende des Wachstums?</title>
		<link>https://dvpb-nw.de/klausur-saekulare-stagnation-ein-langsames-ende-des-wachstums/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[dvpb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Oct 2017 17:12:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inhaltsfeld IV]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>
		<category><![CDATA[Klausur]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Thema: Säkulare Stagnation – ein langsames Ende des Wachstums? Inhaltlicher Bezug: Inhaltsfeld 4: Wirtschaftspolitik, SW GK Inhaltliche Schwerpunkte:  Legitimation staatlichen Handelns im Bereich der Wirtschaftspolitik Zielgrößen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland Konjunktur- und Wachstumsschwankungen Wirtschaftspolitische Konzeptionen Bereiche und Instrumente der Wirtschaftspolitik  Aufgabenart: Darstellen – Analysieren – Erörtern Aufgaben: Skizziere den idealtypischen Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung in einer  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thema</strong>: Säkulare Stagnation – ein langsames Ende des Wachstums?</p>
<p><b>Inhaltlicher Bezug: </b><i>Inhaltsfeld 4: Wirtschaftspolitik, <span style="text-decoration:underline;">SW GK</span></i></p>
<p><i>Inhaltliche Schwerpunkte: </i></p>
<ul>
<li>Legitimation staatlichen Handelns im Bereich der Wirtschaftspolitik</li>
<li>Zielgrößen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland</li>
<li>Konjunktur- und Wachstumsschwankungen</li>
<li>Wirtschaftspolitische Konzeptionen</li>
<li>Bereiche und Instrumente der Wirtschaftspolitik <i> </i></li>
</ul>
<p><b>Aufgabenart: </b>Darstellen – Analysieren – Erörtern</p>
<p><b>Aufgaben:</b></p>
<ol>
<li><b>Skizziere</b> den idealtypischen Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung in einer modernen Volkswirtschaft. <b>Erläutere</b> dabei an der Phase der Rezession die Entwicklung von BIP, gesamtwirtschaftlicher Nachfrage, Produktionsauslastung und Beschäftigung. (24 Punkte)</li>
</ol>
<ol start="2">
<li><b>Analysiere</b> den Text, indem du die Position und Argumentation des Autors bezüglich des Phänomens der <i>säkularen Stagnation</i>, seinen Ursachen und seiner Lösungsmöglichkeiten herausarbeitest (M1). Werte die Grafiken M2 und M3 hinsichtlich der Aussagen des Textes aus. (46 Punkte)</li>
<li><b>Erörtere</b> ausgehend von dem Zitat „ohne den Staat geht es nicht“ (Z.44) die Chancen und Gefahren staatlichen Eingreifens in die Wirtschaftspolitik. (30 Punkte)</li>
</ol>
<p><b>Materialgrundlage:</b></p>
<ul>
<li><i>M1: Wermuth, Dieter: Warum die Produktivität stagniert – und was dagegen getan werden kann, auf Blog Herdentrieb, zeit.de, abrufbar unter </i><a href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2017/01/23/warum-die-produktivitaet-stagniert-und-was-dagegen-getan-werden-kann_10136"><i>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2017/01/23/warum-die-produktivitaet-stagniert-und-was-dagegen-getan-werden-kann_10136</i></a><i>, erschien am 23.1.2017 (abgerufen am 01.03.2017).</i></li>
</ul>
<p><i>Zum Autor: Dieter Wermut war tätig als Mitarbeiter des Sachverständigenrates für wirtschaftliche Entwicklung, tätig bei mehreren internationalen Banken und jetzt Partner einer Beratungsfirma für Finanzdienstleister. Als Autor für Die Welt und dem Blog Herdentrieb tätig</i></p>
<ul>
<li><i>M2: Grafik Produktivitätswachstum, aus Baldi, Guido: DIW-Roundup (11/2015): Produktivitätswachstum, Investitionen und säkuläre Stagnation. Abrufbar unter:   1https://www.diw.de/de/diw_01.c.519231.de/presse/diw_roundup/produktivitaetswachstum_investitionen_und_saekulare_stagnation.html</i></li>
</ul>
<p><i>Zum Autor: Dr. Gguido Baldi, Tätig in der Abteilung Konjunkturpolitik des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW), eines der sechs führenden Forschungsinstitute für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.</i></p>
<ul>
<li><i>M3: Grafik Wirtschaftswachstum in Deutschland gegenüber dem Vorjahr in %, von Börse.de, abrufbar unter </i><a href="http://www.boerse.de/konjunktur/Wirtschaftswachstum-Deutschland/grafik">http://www.boerse.de/konjunktur/Wirtschaftswachstum-Deutschland/grafik</a></li>
</ul>
<p><b>Zugelassene Hilfsmittel:</b></p>
<ul>
<li>Wörterbuch zur deutschen Sprache</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Text</strong></p>
<p>M1 Warum die Produktivität stagniert – und was dagegen getan werden kann.</p>
<p>Aus deutscher Sicht läuft es wirtschaftlich ziemlich gut […]. Es gab 2016 so viele Jobs wie noch nie, 43,5 Millionen und damit ein Prozent mehr als im Vorjahr, es herrscht nicht nur nahezu Vollbeschäftigung, sondern auch Preisstabilität, der Staat erwirtschaftet seit Jahren Budgetüberschüsse, kaum ein anderes Land ist international so wettbewerbsfähig, und die <a href="https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/01/PD17_010_811.html">Zuwachsrate des realen BIP von 1,9 Prozent</a>, wie sie im abgelaufenen Jahr erreicht worden ist, kann sich sehen lassen.</p>
<p>Aber in einer Hinsicht läuft es gar nicht gut: Die Produktivität wächst seit fast zehn Jahren nur noch sehr langsamen. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft schreibt in <a href="https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2016-2017.html">seinem letzten Jahresgutachten</a> (S. 126f.), dass „die Potenzialwachstumsrate der Arbeitsproduktivität seit Beginn der 1990er-Jahre von über 2% auf 0,8% im Jahr 2009 gefallen [ist] und […] seitdem auf diesem Niveau [verharrt].“ Bei zwei Prozent im Jahr verdoppelt sich der Output pro Arbeitsstunde alle 35 Jahre, wenn es bei einer Zuwachsrate von 0,8 Prozent bleibt, dauert es 87 Jahre, also ein ganzes Menschenleben lang. Das war in der Vergangenheit viel besser. Sollte der Input an Stunden also um 0,8 Prozent jährlich zurückgehen, kann das reale BIP nicht mehr steigen. Manche halten das angesichts des demografischen Wandels für gar nicht so unwahrscheinlich. Wenn dann gleichzeitig Einkommen und Vermögen weiterhin immer ungleichmäßiger verteilt werden, ergibt sich eine politisch explosive Mixtur.</p>
<p>[…] Es wird mehr gearbeitet, gemessen an der Anzahl neuer Jobs und dem gesamtwirtschaftlichen Anstieg der Arbeitsstunden, aber pro Stunde nimmt der Output fast nicht mehr zu. Es fehlt an Effizienzgewinnen bei der Produktion der Güter und Dienstleistungen. Der größte Teil des BIP-Wachstum stammte zuletzt aus der Zunahme der Beschäftigung, nicht aus dem effizienteren Einsatz der Mittel.</p>
<p>[…] Zur Zeit (wird) wieder einmal lebhaft über die „<i>säkulare Stagnation</i>“ diskutiert, was bedeutet, dass viele Ökonomen den Rückgang des Produktivitätswachstums eben nicht für etwas Vorübergehendes halten. Wie kommen sie darauf und welche Therapie schlagen sie vor?  […]</p>
<p>DeLong präsentiert eine Liste mit (…) verschiedenen Erklärungsversuchen:</p>
<ol>
<li>Durch die ungleiche Einkommensverteilung wird zu viel gespart – die Reichen konsumieren nicht genug (These von Hobson).</li>
<li>Da technischer Fortschritt und Bevölkerungswachstum stagnieren, sinkt die Ertragsrate der Investitionen, so dass zu wenig investiert wird (Hansen).</li>
<li>Die schwache Nachfrage nach Kapitalgütern zusammen mit <a href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/07/06/warum-die-zinsen-so-niedrig-sind_8595">deren raschem Preisverfall</a> haben die Gewinnaussichten von Firmen dieses Sektors stark verschlechtert. […]</li>
</ol>
<p>Was die Therapie angeht, herrscht unter den Ökonomen, die sich mit dem Thema „<i>säkulare Stagnation</i>“ befassen, Einigkeit, dass es der private Sektor allein nicht schaffen kann und der Staat daher aktiv werden muss. Summers sieht hier zwei Ansatzpunkte: Zum Einen sollte die Verteilung von Vermögen und Einkommen durch ein progressives Steuersystem und gezielte Transfers nachhaltig korrigiert werden. Zum Anderen braucht es eine expansivere Finanzpolitik mit einem Focus auf Investitionen in Human- und Sachkapital, verbunden mit Anreizen für private Investitionen.</p>
<p>Das trifft sich gut mit dem Paradigmenwechsel, der in der Ökonomie begonnen hat, dass es den Märkten (einschließlich der Weltmärkte) und der Geldpolitik allein nicht gelingt, Wachstum und Wohlstand zu schaffen. Ohne den Staat geht es nicht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein &#8220;Konjunktur-V&#8221;?</title>
		<link>https://dvpb-nw.de/ein-konjunktur-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[dvpb]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 20:07:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inhaltsfeld IV]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturprognose]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturzyklus]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufgabenart Analyse – Darstellung – Diskussion Thema Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein Konjunktur-V? Aufgaben Analysieren Sie den vorliegenden Text hinsichtlich der von Schilbe vertretenen Ansicht zur konjunkturellen Lage der bundesdeutschen Volkswirtschaft. Beachten Sie dabei, dass Sie die Argumentationsstruktur herausarbeiten, allgemeine Behauptungen Schilbes durch Fakten/Beispiele untermauern und angeführte Beispiele in ihrer Funktion für die Gesamtaussage  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Aufgabenart</strong></span></p>
<p style="font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Analyse – Darstellung – Diskussion</span></p>
<p style="font:10px Helvetica Neue;min-height:12px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Thema</strong></span></p>
<p style="font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein Konjunktur-V? </span></p>
<p style="font:10px Helvetica Neue;min-height:12px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Aufgaben<span style="white-space:pre;"> </span> </strong></span></p>
<ol style="list-style-type:upper-roman;">
<li style="text-align:justify;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Analysieren Sie den vorliegenden Text hinsichtlich der von Schilbe vertretenen Ansicht zur konjunkturellen Lage der bundesdeutschen Volkswirtschaft. Beachten Sie dabei, dass Sie die Argumentationsstruktur herausarbeiten, allgemeine Behauptungen Schilbes durch Fakten/Beispiele untermauern und angeführte Beispiele in ihrer Funktion für die Gesamtaussage abstrahieren. </span></li>
<li style="text-align:justify;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Stellen Sie Erklärungsmodelle konjunktureller Schwankungen (Verlauf, Einflussfaktoren, Dependenzen) ausführlich dar.</span></li>
<li style="text-align:justify;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die derzeitige Bundesregierung hat zu Beginn dieses Jahres umfangreiche Konjunkturprogramme aufgelegt. So wurde beispielsweise durch die Umweltprämie („Abwrackprämie“), städt. Bau-maßnahmen oder Steuererleichterungen versucht, Wirtschaftswachstum herbeizuführen. Diskutieren Sie die Wirksamkeit von konjunkturbelebenden Maßnahmen in der diesjährigen wirtschaftlichen Situation. Beziehen Sie sich dabei auch auf Ihre Erkenntnisse aus den vorangegangenen Aufgabenteilen.</span></li>
</ol>
<p style="font:10px Helvetica Neue;min-height:12px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong> </strong></span></p>
<p style="font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Materialgrundlage</strong></span></p>
<p style="text-align:justify;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Stefan Schilbe: <em>Von wegen ein Konjunktur-V.</em> In: Financial Times Deutschland vom 23.08.2009 (gekürzt)</span></p>
<p style="text-align:justify;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der Verfasser ist Chefvolkswirt bei der Düsseldorfer Bank „HSBC Trinkaus“.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Als Hilfsmittel ist ein Wörterbuch der deutschen Sprache sowie die Datenzusammenschau „Deutschland in Zahlen“ (IWD Köln) erlaubt.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:10px Helvetica;margin:0 0 5.7px;">
<p style="text-align:justify;font:10px Helvetica;margin:0 0 5.7px;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Von wegen ein Konjunktur-V</strong></span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Nachdem es bis zum Frühjahr fast ausschließlich schlechte Nachrichten von der deutschen Wirtschaft gab, schießen nun die konjunkturellen Stimmungsindikatoren wieder nach oben. Nimmt man exemplarisch die jüngsten ZEW-Finanzmarktumfrage, sind die befragten Teilnehmer für die deutsche Konjunktur bereits wieder so zuversichtlich wie zuletzt im April 2006. Der Indikator signalisiert – wie viele andere auch – für die nächsten Quartale eine Verbesserung der Wirtschaftslage.</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Angesichts der Schwere der Rezession ist es nicht verwunderlich, dass die Befragten die gesamtwirtschaftliche Konjunktur in sechs Monaten positiver einschätzen. Es ist schwierig, über einen so langen Zeitraum dermaßen schlechte Laune zu haben. Eine zuverlässige Aussage über das Ausmaß der Erholung ist damit noch nicht getroffen.</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Um die Wachstumsperspektiven richtig einschätzen zu können, kommt man um Ursachenforschung für den Absturz nicht herum. In der Krise wurde Deutschland die besonders starke Exportabhängigkeit zum Verhängnis: Ein beispiellos kollabierender Welthandel in Kombination mit einer historischen Unterauslastung von Kapazitäten und einem schwierigen Finanzierungsumfeld ließ die Nachfrage vor allem nach Investitionsgütern und Automobilen einbrechen. Dies sind aber just die Bereiche, in denen Deutschland in besonderem Maße konkurrenzfähig ist.</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die unbestritten hohe Wettbewerbsfähigkeit dürfte sich bei einer bereits in Ansätzen erkennbaren Stabilisierung des Welthandels als Stütze erweisen.</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Aber welche Regionen könnten den Exportsektor ankurbeln? Mittel- und Osteuropa, 2008 für mehr als ein Zehntel der deutschen Exporte verantwortlich, liegen immer noch am Boden. Weitere 14 Prozent gingen in die USA und Großbritannien. Diese Länder leiden unter den Folgen der geplatzten Immobilienblasen, die das gesamte dortige Wachstumsmodell infrage stellen.</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die üble Mixtur aus massiver Überschuldung, fallenden beziehungsweise stagnierenden Vermögenswerten, steigender Arbeitslosigkeit und immer noch schwierigem Kreditzugang dürfte den Konsum der privaten Haushalte dort auf Jahre hinaus beeinträchtigen. [&#8230;]</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die Hoffnungen ruhen [&#8230;] auf Asien, allen voran China. Dorthin gingen 2008 allerdings nur vier Prozent unserer Exporte. Angefeuert durch ein gigantisches Konjunkturprogramm in diesem und im nächsten Jahr dürfte die Volksrepublik mit mehr als acht Prozent wachsen. Berücksichtigt man aber, dass chinesische Banken im ersten Halbjahr 2009 neue Kredite vergeben haben, deren Höhe rund die Hälfte der im gleichen Zeitraum erzielten Wirtschaftsleistung ausmachte, reißt einen das BIP-Wachstum von 7,1 Prozent in der ersten Jahreshälfte nicht vom Hocker. Offenkundig wurde die Liquidität weniger von der Realwirtschaft absorbiert als vielmehr zu Spekulationszwecken genutzt und katapultierte die Preise für Aktien, Rohstoffe und Immobilien nach oben. [&#8230;]</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Allerdings sind angesichts der niedrigen Kapazitätsauslastung – ein Schicksal, das Deutschland mit vielen Ländern teilt – stetige Zuwächse bei der Auftragslage zwingend erforderlich, um den Einbruch auf dem Arbeitsmarkt so gering wie möglich zu halten. Schließlich haben die Unternehmen in der Krise intensiv auf das arbeitsmarktpolitische Instrument der Kurzarbeiterregelung zurückgegriffen, also die Beschäftigung nicht im Einklang mit ihrer Produktion zurückgeführt. Resultat ist ein starker Anstieg der Lohnstückkosten und damit eine Erosion der Unternehmensgewinne, die einige Firmen möglicherweise in den nächsten Monaten dazu veranlassen wird, schmerzhafte Sparpläne aufzulegen.</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der Anstieg der Arbeitslosigkeit dürfte sich als Hemmschuh für den privaten Konsum im Jahr 2010 erweisen, zumal die Abwrackprämie Ende 2009 ausläuft. Sie hat bisher einen stärkeren Absturz des privaten Verbrauchs in Deutschland verhindert.</span></p>
<p style="text-align:justify;text-indent:14.1px;font:10px Helvetica Neue;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Angesichts der desolaten Haushaltslage sind weitere fiskalpolitische Impulse, die den Konsum beleben könnten, kaum zu erwarten. Das Fazit zur Konjunktur muss deshalb lauten: Das Schlimmste ist vorüber – einen Grund für Euphorie gibt es aber nicht.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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