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	<title>Inhaltsfeld II &#8211; DVPB</title>
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	<description>Deutsche Vereinigung für Politische Bildung</description>
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		<title>Klausur: Das soziologische Konzept „Identität“ – Fördern soziale Medien die Identitätsbildung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Obel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Nov 2018 19:59:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inhaltsfeld II]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>
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					<description><![CDATA[Thema:  Das soziologische Konzept „Identität“ – Fördern soziale Medien die Identitätsbildung? Material:  Menz, Julia:  „Das Spiel mit der Identität“, unter http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/das-spiel-mit-der-identitat; abgerufen am 7.01.2017. Aufgabenstellung:  1. Analysieren Sie den Text, indem Sie folgendermaßen vorgehen:  Geben Sie den Inhalt des Textes unter Angabe von Titel, Autor, Erscheinungsort/-zeit und Thema kurz und strukturiert wieder.  Arbeiten Sie heraus,  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thema</strong>:<span class="Apple-converted-space"> </span> Das soziologische Konzept „Identität“ – Fördern soziale Medien die Identitätsbildung?</p>
<p><strong>Material</strong>:<span class="Apple-converted-space">  </span>Menz, Julia:<span class="Apple-converted-space">  </span>„Das Spiel mit der Identität“, unter <a href="http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/das-spiel-mit-der-identitat">http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/das-spiel-mit-der-identitat</a>; abgerufen am 7.01.2017.</p>
<p><strong>Aufgabenstellung</strong>:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>1. Analysieren Sie den Text, indem Sie folgendermaßen vorgehen:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<ul>
<li><b>Geben</b> Sie den <b>Inhalt </b>des Textes unter Angabe von Titel, Autor, Erscheinungsort/-zeit und Thema kurz und strukturiert <b>wieder</b>.<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li><b>Arbeiten</b> Sie <b>heraus</b>, wie laut der Autorin die Identitätsbildung im Netz funktioniert. <b>Benennen</b> Sie dabei die relevanten Textstellen (Zeilenangabe).</li>
<li>Benennen Sie die <b>Haltung der Autorin</b> zum Thema. Beziehen Sie die <b>Überschrift des Textes</b> sowie die <b>Internetseite </b>mit ein, auf der der Artikel veröffentlicht ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ul>
<p>2. <b>Erläutern</b> Sie den Begriff <b>„Sozialisation“</b>. Gehen Sie dabei <b>ausschließlich</b> auf die Sekundärsozialisation und deren Sozialisationsinstanzen ein. (Hurrelmann)</p>
<p>3. Jugendliche verbringen zunehmend mehr Zeit in sozialen Netzwerken. <b>Beurteilen</b> Sie <b>kritisch</b>, ob dadurch die durch das direkte Umfeld vermittelten Normen und Werte der Gesellschaft gefährdet sind.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Erläuterungen</strong>:</p>
<p><b>Zusatzinformation zur Internetseite </b><b>www.katholisch.de </b>Katholisch.de ist das Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland.<span class="Apple-converted-space">  </span>Katholisch.de versteht sich als Nachrichten- und  Erklärportal der katholischen Kirche in Deutschland und spiegelt wichtige Debatten in Kirche und Gesellschaft. (entnommen: <a href="http://www.katholisch.de/uber-uns">http://www.katholisch.de/uber-uns</a>; letzter Zugriff: 7.01.2016)</p>
<p><strong>Material</strong>:</p>
<p><strong>Das Spiel mit der Identität</strong></p>
<p>Dass Jugendliche ihre Grenzen testen, ist nichts Neues. Doch die mediale Umwelt, in der junge Menschen heute aufwachsen, ist eine neue Herausforderung. Welche Rolle spielen soziale Netzwerke dabei? Von Julia Menz</p>
<p>Dass Jugendliche ihre Grenzen testen und gelegentlich überschreiten, sich von der Erwachsenengeneration abgrenzen und so manche &#8220;Jugendsünde&#8221; begehen, ist nichts Neues. Das alles gehört zur zentralen Herausforderung der Pubertät, der Identitätsfindung, dazu. Doch die mediale Umwelt, in der Jugendliche heute aufwachsen, unterscheidet sich gravierend von der vorangegangener Generationen. Welche Rolle spielen Medien bei der Suche nach der eigenen Identität? Wie wird die Jugendphase durch das Social Web verändert? Warum üben WhatsApp, Snapchat und YouTube gerade auf Jugendliche einen so großen Reiz aus? [&#8230;]</p>
<p>Die Identitätsbildung wird [&#8230;] zur zentralen Herausforderung des Jugendalters. Dazu zählt die Ablösung vom Elternhaus und die eigenständige Aufnahme und Gestaltung von Freundschaften. Vorbilder und Identifikationen, die für den Prozess der Identitätsbildung notwendig sind, finden Jugendliche sowohl in ihrem direkten Umfeld, als auch in den Medien.</p>
<p>In Filmen und Büchern entdecken Jugendliche Themen wieder, die auch in ihrem eigenen Alltag eine Rolle spielen. Sie entdecken Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten, welche es im realen Leben auszutesten gilt. Medien bieten somit Orientierungsmöglichkeiten. Das Social Web umfasst durch seine Strukturen Möglichkeiten, die weit darüber hinausgehen. Das wichtigste Merkmal des Social Web ist, dass die Nutzer selbst Inhalte produzieren und online stellen können. Dadurch wird eigenes Handeln in und mit den Medien ermöglicht.</p>
<p>Besonders bei Jugendlichen stehen Dienste und Anwendungen des Social Web hoch im Kurs, da sie genau die altersbedingten Bedürfnisse von Heranwachsenden ansprechen: sich in Gruppen verorten und vernetzen zu können, mit Freunden zu kommunizieren und seine eigene Persönlichkeit individuell und kreativ darzustellen. Vor allem soziale Netzwerke werden genutzt, um verschiedene Identitätsfacetten auszuprobieren. Mittels eines Profils, dort eingestellten Inhalten und Kommentaren zu den Beiträgen anderer Nutzer, wird der eigenen Persönlichkeit Ausdruck verleihen. Nutzer haben dort die Möglichkeit, sich so zu präsentieren, wie sie von anderen gesehen werden möchten. Gleichzeitig können sie auch herausfinden, wie sie damit auf andere wirken. Medien werden somit sowohl für die Entwicklung, als auch für die Präsentation der eigenen Identität genutzt. Kommuniziert wird hauptsächlich mit Freunden, die den Jugendlichen auch aus der &#8220;Offline&#8221;-Welt bekannt sind.</p>
<p>Der besorgte Blick so mancher Erwachsener ist jedoch nicht ganz unbegründet. Denn mit den vielfältigen Möglichkeiten der Identitätsentwicklung und Kommunikation sind auch Schattenseiten verbunden. Einerseits funktioniert ein soziales Netzwerk nur, wenn die Personen dort auffindbar sind. Denn was nützt ein Profil, das nicht gefunden werden kann? Andererseits bedeutet dies die Freigabe persönlicher Informationen, wie zum Beispiel Klarname, Alter und Wohnort.  Die &#8220;Jugendsünden&#8221; vorangegangener Generationen wurden jedoch nicht in einem Raum dokumentiert, der weltweit öffentlich ist. Im Internet hingegen wird dokumentiert und gespeichert. Durch das Teilen von Beiträgen kann sich so eine Eigendynamik entwickeln, die nicht mehr zu stoppen ist. Es bleibt nicht unter denen, die dabei waren.</p>
<p>Im Umgang mit sozialen Netzwerken ist deshalb ein vorausschauendes und reflexives Verhalten gefragt. Aufgabe von Eltern, Lehrern und Pädagogen ist es, die Heranwachsenden dabei zu unterstützen, sich über die längerfristigen Folgen ihres Handelns Gedanken zu machen &#8211; ohne jedoch die Nutzung per se zu verbieten. Zugleich ist es aber auch Aufgabe gesellschaftlicher Akteure, Anbieter sozialer Netzwerke in die Verantwortung zu nehmen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Klausur: Anlage-Umwelt-Debatte</title>
		<link>https://dvpb-nw.de/klausur-anlage-umwelt-debatte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[dvpb]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 23:26:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inhaltsfeld II]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://dvpbmitglieder.wordpress.com/?p=4083</guid>

					<description><![CDATA[Thema: Wie sind wir geworden, wie wir sind? - Die Anlage-Umwelt-Debatte  Aufgabenstellung: Analysiere den Text, indem du die Position des Autors und seine Argumentationsstruktur herausarbeitest. Beziehe dabei auch mit ein, wie der Autor Leistungsunterschiede zwischen schwarzen und weißen Kindern erklärt. In der Anlage-Umwelt-Debatte gibt es zwei grundlegende Erklärungsansätze, die sich gegenüber stehen. Stelle beide Ansätze  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><b>Thema: </b>Wie sind wir geworden, wie wir sind? &#8211; Die Anlage-Umwelt-Debatte</p>
<p style="text-align:justify;"> <strong>Aufgabenstellung</strong>:</p>
<ol style="text-align:justify;">
<li>Analysiere den Text, indem du die Position des Autors und seine Argumentationsstruktur herausarbeitest. Beziehe dabei auch mit ein, wie der Autor Leistungsunterschiede zwischen schwarzen und weißen Kindern erklärt.</li>
<li>In der Anlage-Umwelt-Debatte gibt es zwei grundlegende Erklärungsansätze, die sich gegenüber stehen. Stelle beide Ansätze vergleichend gegenüber und beschreibe jeweils ein Argument für beide Seiten.</li>
<li>Um Kinder aus bildungsfernen Schichten besser zu fördern, wird von einigen Politikern die Forderung nach verpflichtenden Ganztagsschulen und einer Kindergartenpflicht ab dem zweiten Lebensjahr erhoben. Nimm Stellung zu diesem Vorschlag. Beziehe dich dabei auf den Text und verwende auch eigene Argumente.</li>
</ol>
<p style="text-align:justify;"><strong>Textgrundlage</strong>: Jörg Blech: Fakten zu Sarrazins Thesen: Die Mär von der vererbten Dummheit. Spiegel vom 30.08.2010</p>
<p style="text-align:justify;"> <strong>Text</strong>:</p>
<p style="text-align:justify;"><b>Fakten zu Sarrazins Thesen: Die Mär von der vererbten Dummheit</b></p>
<p style="text-align:justify;">[…] „Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“, sagte der Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin auf einer Veranstaltung im Juni. Einwanderer &#8220;aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika&#8221; wiesen weniger Bildung auf als Einwanderer aus anderen Ländern &#8211; und sie bekämen mehr Kinder als Deutsche. Es gebe &#8220;eine unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz&#8221;, sagte der frühere Finanzsenator Berlins […]</p>
<p style="text-align:justify;">Die Theorie der angeblich unterschiedlich intelligenten Ethnien ist Jahrzehnte alt und wird immer wieder neu aufgetischt. 1994 etwa legten der Psychologe Richard Herrnstein und der Politologe Charles Murray das Buch &#8220;The Bell Curve&#8221; vor, in dem sie fordern, amerikanischen Studenten mit dunkler Hautfarbe den Zugang zu Universitäten nicht weiter zu erleichtern: Aufgrund ihrer Erbanlagen seien Schwarze nun einmal weniger intelligent als Weiße. 25 Jahre zuvor hatte der Psychologe Arthur Jensen von der University of California in Berkeley einen Aufsatz veröffentlicht, der Leistungsunterschiede in den Schulen als erbbedingt darstellte: Die meisten minderbegabten Kinder hätten eine dunkle Hautfarbe, deshalb sei mangelnde Intelligenz ein Merkmal ihrer Ethnie. Aus diesem Grund würde es auch nichts bringen, Kinder aus sozial benachteiligten Minderheiten besonders zu fördern. Zwar zeigten farbige US- Amerikaner im statistischen Durchschnitt tatsächlich niedrigere Leistungen in Intelligenztests , doch  diese schlechteren Ergebnisse sind gerade kein Schicksal der Gene. Was sich hier tatsächlich zeigt, ist der lange Schatten der Sklaverei.</p>
<p style="text-align:justify;">Zu Zeiten der Sklaverei hat die US-Gesellschaft Menschen mit dunkler Hautfarbe Schulausbildung und den Zugang zu Büchern verweigert. Viele Generationen wurden von der weißen Bevölkerungsmehrheit systematisch von der Bildung ausgeschlossen. Die offizielle Abschaffung der Sklaverei änderte daran wenig: Die Kinder mit dunkler Hautfarbe gingen auf miserabel ausgestattete Schulen für Schwarze. Wenig verwunderlich war es deshalb, dass Kinder mit dunkler Hautfarbe benachteiligt waren, als sie in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf jene öffentlichen Schulen kamen, die bis dahin weißen Kindern vorbehalten waren.[…]</p>
<p style="text-align:justify;">Ausgerechnet im Westdeutschland der Nachkriegszeit hat ein natürliches Experiment eindrucksvoll gezeigt, dass die Hautfarbe keinen Einfluss auf die Intelligenz hat. Etliche Soldaten der US-Armee haben Nachwuchs mit deutschen Frauen gezeugt: die damals so genannten Besatzungskinder. Einige dieser Kinder haben einen hellhäutigen Amerikaner zum Vater, andere einen dunkelhäutigen. Die Kinder wuchsen in Deutschland auf und konnten die gleichen Schulen besuchen.</p>
<p style="text-align:justify;">Im Psychologischen Institut der Universität Hamburg war es Klaus Eyferth, der darin eine einmalige Chance sah. Denn anders als in den USA konnte man in Deutschland davon ausgehen, dass sich farbige und weiße Besatzungskinder &#8220;in allen Merkmalen gleichen, die außer der Farbigkeit deren Entwicklung wahrscheinlich beeinflussen (uneheliche Geburt, sozialer Status etc.).&#8221; Die Wortwahl von 1961 mag heute befremdlich wirken, doch seine Studie ging Psychologe Eyferth unvoreingenommen an. 264 Kinder und Jugendliche ließ er einen Intelligenztest absolvieren: 181 der Prüflinge waren farbig, 83 waren weiß. Das Ergebnis: Einerseits schnitten Jungen mit dunkler Hautfarbe etwas schlechter ab als die Knaben mit heller Haut. Andererseits erzielten die Mädchen mit dunkler Hautfarbe etwas bessere Ergebnisse als die hellhäutigen Mädchen. Zusammengenommen haben die an den Zehnjährigen durchgeführten Intelligenztests ergeben: Schüler mit einem hellhäutigen Vater lagen bei einem durchschnittlichen IQ von 97; jene mit einem dunkelhäutigen Vater kamen auf einen Wert von 96,5 &#8211; praktisch gibt es also keinen Unterschied.</p>
<p style="text-align:justify;">[…] Wie wichtig äußeren Reize für die Entfaltung des Gehirns sind, haben  auch Psychologen […]von der Georgetown University in Washington dokumentiert. Es ging um Kinder, deren leibliche Eltern gesund waren, aber äußerst arm und schlecht ausgebildet. In einem Projekt kamen die Kinder im Alter von sechs Wochen tagsüber in eine besondere Krippe, in der es für nur drei Kinder einen eigenen Lehrer gab und in der sie besonders gefördert wurden. [Diese Kinder hatten also, sehr viel bessere Lernbedingungen, als sie in normalen Bildungseinrichtungen jemals haben würden!] Nach drei Jahren war der IQ dieser Kinder um etwa 13 Punkte höher als bei Kindern gleichen Alters und gleicher sozialer Schicht, die nicht in den Genuss der Förderung gekommen waren.</p>
<p style="text-align:justify;">
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klausur: Rollenhandeln</title>
		<link>https://dvpb-nw.de/klausur-rollenhandeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[dvpb]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 23:20:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inhaltsfeld II]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>
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					<description><![CDATA[Thema der Klausur: Freiheit und Anpassung im Rollenhandeln Aufgabenstellung: Stelle das Modell der sozialen Rolle dar und berücksichtige dabei besonders die strukturfunktionalistische Rollentheorie Dahrendorfs. (15 Punkte) Analysiere den vorliegenden Text in Bezug auf die Position des Autors und seine Argumentationsstruktur. (15 Punkte) Vergleiche Krappmanns Position mit der strukturfunktionalistischen Theorie.  (8 Punkte) Beschreibe kurz, was man  [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><b>Thema der Klausur:</b> Freiheit und Anpassung im Rollenhandeln</p>
<p style="text-align:justify;"><b>Aufgabenstellung:</b></p>
<ol style="text-align:justify;">
<li>Stelle das Modell der sozialen Rolle dar und berücksichtige dabei besonders die strukturfunktionalistische Rollentheorie Dahrendorfs. (15 Punkte)</li>
<li>Analysiere den vorliegenden Text in Bezug auf die Position des Autors und seine Argumentationsstruktur. (15 Punkte)</li>
<li>Vergleiche Krappmanns Position mit der strukturfunktionalistischen Theorie.  (8 Punkte)</li>
<li>Beschreibe kurz, was man unter <i>Sozialisation</i> versteht und erörtere, ob der Sozialisationsprozess für dich eher „Entpersönlichung“ (Dahrendorf) oder „Identitätsbildung“ (Krappmann) bedeutet. (12 Punkte)</li>
</ol>
<p style="text-align:justify;"><strong>Textgrundlage</strong>: <i>Lothar Krappmann: Soziologische Dimensionen der Identität. Stuttgart 1971. S. 7-9</i></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Text</strong>:</p>
<p style="text-align:justify;"><b>Wie kann man sich aufeinander verlassen?</b></p>
<p style="text-align:justify;">Wir alle treten in verschiedenen Situationen in unterschiedlicher Weise auf. Wir verhalten uns kooperationsbereit und nachgiebig unter unseren Arbeitskollegen, pochen dagegen hartnäckig auf unser Recht, wenn unser Wagen in der Werkstatt unsachgemäß repariert wurde. Geduldig gehen wir auf alle Ansprüche unserer Kinder auch dann noch ein, wenn uns fremde längst lästig wären. In Diskussionen nehmen wir den Standpunkt unserer Gesprächspartner vorweg, indem wir etwa über politische Probleme mit einem Studentenvertreter anders sprechen als mit einem Mitglied der Regierungspartei. Gespräche und gemeinsames Handeln sind nur möglich, wenn wir uns auf unsere Partner einstellen. Aber dies findet dort seine Grenze, wo nicht mehr zu erkennen ist, wofür wir denn „wirklich“ eintreten. […]</p>
<p style="text-align:justify;">Obwohl also gemeinsames Handeln und Kommunikation auf der einen Seite voraussetzen, daß die Partner sich in Handlungsorientierungen und Sprache einander angleichen, muß jeder auf der anderen Seite doch zugleich verdeutlichen, „wer er ist“, um den Ablauf von Zusammenkünften vorhersehbar und auf diese Weise planbar zu machen. Das Individuum steckt folglich in einem Dilemma: Wie soll es sich den anderen präsentieren, wenn es einerseits auf seine verschiedenartigen Partner eingehen muß, um mit ihnen kommunizieren und handeln zu können, andererseits sich in seiner Besonderheit darzustellen hat, um als dasselbe auch in verschiedenen Situationen erkennbar zu sein? Wir brauchen nämlich auch für die besondere Individualität, in der wir uns präsentieren wollen, die Zustimmung unserer Handlungs- und Gesprächspartner: Sie entwerfen Vorstellungen über uns, die wir nicht unberücksichtigt lassen können. „Man“ erwartet von einem Wissenschaftler rationale Argumentation, von einem Künstler Exzentrizität und Phantasie, von einem Arzt Hilfsbereitschaft und Sorgfalt. Wer gegen allgemein geteilte Vorstellungen, wie er sich als Angehöriger bestimmter Personengruppen zu verhalten hat, wiederholt verstößt, läuft Gefahr in seiner individuellen Besonderheit nicht akzeptiert zu werden. Der Versuch, den anderen individuelle Besonderheiten verständlich zu machen, muß daher auf den Erwartungen der anderen aufbauen. […] Auch hier stellt sich also eine in sich widersprüchliche Aufgabe: Wie vermag sich der einzelne als ein besonderes, von den anderen zu unterscheidendes Individuum mit einer einmaligen Biographie und ihm eigentümlichen Bedürfnissen darzustellen, wenn er sich den angesonnenen Erwartungen, die ihn von vornherein typisierend festzulegen suchen, nicht ungestraft entziehen kann? […]</p>
<p style="text-align:justify;">Die vom Individuum für die Beteiligung an Kommunikation und gemeinsamem Handeln zu erbringende Leistung soll hier mit der Kategorie der Identität bezeichnet werden. Damit das Individuum mit anderen in Beziehungen treten kann, muß es sich in seiner Identität präsentieren; durch sie zeigt es, wer es ist. Diese Identität interpretiert das Individuum im Hinblick auf die aktuelle Situation und unter Berücksichtigung des Erwartungshorizontes seiner Partner. Identität ist nicht mit einem starren Selbstbild, das das Individuum für sich entworfen hat, zu verwechseln; vielmehr stellt sie eine immer wieder neue Verknüpfung früherer und anderer Interaktionsbeteiligungen des Individuums mit den Erwartungen und Bedürfnissen, die in der aktuellen Situation auftreten, dar. [&#8230;]</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Identität stellt die Besonderheit des Individuums dar; denn sie zeigt auf, auf welche besondere Weise das Individuum in verschiedenartigen Situationen eine Balance zwischen widersprüchlichen Erwartungen, zwischen den Anforderungen der anderen und eigenen Bedürfnissen sowie zwischen dem Verlangen nach Darstellung dessen, worin es sich von anderen unterschiedet, und der Notwendigkeit, die Anerkennung der anderen für seine Identität zu finden, gehalten hat.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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